MEINE PERSÖNLICHE GESCHICHTE

Ich bin stark, weil ich meine Schwächen kenne. Ich bin schön, weil ich mich so liebe, wie ich bin.

Ich bin mutig, weil ich die Angst akzeptiere. Ich kann lachen, weil ich die Traurigkeit gekannt habe.

Ich bin glücklich, weil ich mich dazu entschlossen habe.

(Autor unbekannt)


Wie ich meine Krebserkrankung erlebte und warum ich heute gesund bin

Liebe Interessentin,

ich möchte Ihnen meine persönliche Geschichte offenbaren und Ihnen zeigen, welche Erfahrungen ich gemacht habe und vor allem, was ich durch meine Krebserkrankung alles gelernt habe. Eine Krebserkrankung ist keine Endstation, sondern eine Chance, Ihre eigenen Ressourcen zu erweitern und auch zu lernen, mit großen Herausforderungen des Lebens umzugehen. Lassen Sie sich von meinem Lebensweg inspirieren und motivieren, Ihren eigenen und selbstbewussten Weg zu gehen!

 

Vor einiger Zeit bin ich mit meinen Söhnen nach Wien gezogen und als ich sowohl mit der Wohnung als auch mit den Schulen alles geregelt hatte, spürte ich einen Knoten in meiner rechten Brust. Daraufhin suchte ich mir eine Gynäkologin und nach der Überweisung zur Mammographie sagte mir der Arzt, er würde sich sehr wundern, wenn das kein Krebs sei und er schickte mich zur Biopsie.

 

Das Ergebnis wurde mir ungefähr so mitgeteilt: Sie haben eine sehr aggressive Art von einem Mammakarzinom, welches nicht abgekapselt ist, sondern in der ganzen Brust verteilt. Das heißt, die Brust gehört entfernt, dann wird eine Strahlentherapie angewandt, welche das Gewebe schädigt und daher ein Brustaufbau erst in einem Jahr erfolgen kann und nach der Strahlentherapie kommt die Chemotherapie. Suchen Sie sich einen guten Chirurgen.

 

Ich stand da wie gelähmt und fuhr mit der Straßenbahn nach Hause. Wie sollte ich das meinen Kindern beibringen? Ich sagte erst einmal gar nichts und wir fuhren ein paar Tage später auf Urlaub. Meine Gedanken waren: Vielleicht ist es der letzte Urlaub mit meinen Kindern. Den wollte ich wenigstens genießen und wir hatten wirklich Spaß, auch wenn ich natürlich nicht gut schlafen konnte. Dann beschloss ich, dass ich mir meine Brust nicht wegnehmen lassen wollte. Ich versuchte zuerst einige alternative Therapien wie Hyperthermie und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, was aber letztendlich nichts nutzte.

 

Ich zog mich von allen Freunden und der Familie zurück, die sich natürlich Sorgen um mich machten und mich drängten, etwas zu tun, weil jeder Tag zähle. Ich wollte die Entscheidung selbst treffen und das ohne Angst. Es dauerte drei Monate, bis ich einen Chirurgen gefunden hatte, dem ich vertraute und wir vereinbarten, dass ich zuerst die Chemotherapie machen würde und er mir dann versprechen könnte, dass er brusterhaltend operiere. Den Kindern sagte ich, dass mit meinen Zellen etwas nicht in Ordnung sei und ich mir überlege, was zu tun ist. Zwischendurch arbeitete ich sehr an mir, indem ich Übungen machte, die mir Ruhe brachten, meine positiven Ressourcen hervorholten, mein Selbstvertrauen stärkten und mir Kraft gaben.

 

Zur ersten Chemo ging ich ganz bewusst hin, mit dem Wissen, dass ich danach alle Haare verlieren würde. Während ich die Chemo bekam, konzentrierte ich mich voll darauf, dass sie nur die „bösen“ Zellen zerstören würde und alles andere heil bliebe. Während dieser Zeit veranlasste ich, dass ich keinen Besuch bekam und mich voll meinen Gedanken und Gefühlen widmen konnte. Die Auswirkungen waren natürlich die gleichen wie bei allen anderen Frauen, aber ich konnte anders damit umgehen. Zwei Wochen nach der Chemo ging ich zum Friseur und sagte ihm, er solle mir die restlichen Haare abrasieren. Ich kaufte mir eine tolle Perücke und ein paar wunderschöne Tücher, die Perücke trug ich „draußen“, zuhause die Tücher. Meine Kinder hatte ich vorgewarnt und sie nahmen es ganz selbstverständlich auf.

 

Die Zeiten nach der Chemo waren geprägt von Kopfschmerzen, Krämpfen in der Luftröhre, beleidigten Nerven, die schmerzten, Knochenschmerzen, Akne, irritierte Schleimhäute usw. Mit jeder Chemo dauerte es ein bisschen länger, bis ich mich erholte. Aber da ich so an mir arbeitete, war nach der zweiten Chemo schon die Hälfte des bösartigen Gewebes verschwunden und nach der vierten Chemo sah man überhaupt nichts mehr. Damit hatten die Ärzte nicht gerechnet und hatten nicht markiert, wo operiert werden sollte. Für mich stand jetzt die Entscheidung an, mache ich noch eine fünfte und sechste Chemo, wie schulmedizinisch vorgesehen oder nicht. Das löste ich, indem ich auf meine innere Stimme hörte, ebenfalls eine Intervention, die ich an mir anwandte. Ich bekam die klare Antwort ja. Also machte ich noch die 2 Chemos fertig und wurde dann operiert, wobei die Ärzte einen ziemlichen Stress damit hatten, wo sie Gewebe wegnehmen sollten. Mein Chirurg schnitt übrigens so toll, dass man fast nichts merkt. Danach fragte ich mich wieder, ob ich die Strahlentherapie machen würde oder nicht, auch das beantwortete mein „Bauch“ mit ja. Letztendlich machte ich alle Therapien, aber nicht, weil die Ärzte es mir gesagt hatten, sondern weil ich mich für jede einzelne persönlich dafür entschieden hatte. Ich habe nicht aus Angst heraus gehandelt und das ist meines Erachtens das Wichtigste für jede krebskranke Person.

 

Ich bin überzeugt, dass durch meine Einstellung die Therapien so gut angesprochen haben und ich vor allem schon nach einem halben Jahr ganz tolle Blutwerte hatte. Ich habe meinen Körper natürlich durch Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine unterstützt und auch wenn es mir nicht so gut ging, Bewegung gemacht. Nur meine engsten Freunde wussten von meiner Krankheit, alle anderen haben nichts bemerkt.

 

Ein ganz wichtiger Teil ist natürlich, dass man sich anschaut, was einem die Krankheit zu sagen hat, wo man sein Leben verändern soll und das dann auch tut. Es steckt auch eine große Chance dahinter, durch den Krebs viel zu lernen, zB sich zu spüren. Letztendlich verheilen die Wunden und ich weiß, dass ich ganz gesund bin. Das hat mir meine erste Nachuntersuchung auch bestätigt.

 

Gerne möchte ich Sie auf Ihrem Lebensabschnittsweg begleiten und Sie unterstützen, Ihren persönlichen und selbstbewussten Weg zu finden, mit Ihrer Erkrankung umzugehen. Als Diplom Lebens- und Sozialberaterin, Mediatorin, Juristin und Farb- und Stilberaterin biete ich Ihnen eine ganzheitliche und kompetente Lebensberatung in allen wichtigen Bereichen, die mit Ihrer Erkrankung zu tun haben.